Gemeinschaftspraxis
Dr. Hans Gruber

 

 

 

 

 

Innere Medizin

Juni 2015: Eine unserer Dialysepatientinnen hat ein Kind bekommen!

Wir dürfen ein außergewöhnliches und seltenes Ereignis miterleben: eine seit vielen Jahren dialysepflichtige Patientin wird schwanger und bringt ein gesundes Kind zur Welt, das zwar als Frühgeburt anfangs noch im Perinatalzentrum betreut werden muss, sich aber problemlos und gut entwickelt und den Eltern nach einigen Wochen mit nach Hause gegeben werden kann! Bis auf die letzte Woche vor der durch Sectio eingeleiteten Geburt musste unsere Patientin nicht stationär aufgenommen werden und konnte komplikationslos ambulant bei uns dialysieren und betreut werden.

Es gibt nur einige Hundert Fälle von Schwangerschaften bei Dialysepatientinnen in der Literatur, wobei eine tendenzielle Zunahme in den letzten Dekaden beschrieben ist. In der großen italienischen Übersicht (Piccoli et al., Nephrol Dial Transplant (2014) 29: 15781586) sind im Zeitraum von 2000 bis 2012 24 lebend geborene Kindern beschrieben;in der Arbeit von Hladunewich et al, J Am Soc Nephrol 25: 1103–1109, 2014, in der eine kanadische Kohorte mit der USA verglichen wird, sind in Toronto von 2000 bis 2013 22 Schwangerschaften und in den USA von 1990 bis 2011 70 Schwangerschaften beobachtet worden.

Hladunewich et al zeigten, dass eine Intensivierung der Dialyse die Ergebnisse deutlich verbessert. In Toronto fand sich bei Nachtdialyse mit im Mittel 43 Stunden pro Woche eine live birth rate von 86,4%, verglichen mit 61,4% in Amerika mit einer Dialysedauer von im Mittel 17 Stunden. Auch Schwangerschaftsdauer und Geburtsgewicht verbesserten sich signifikant.

Eine tägliche Nachtdialyse können wir nicht anbieten, deshalb haben wir, sobald die Schwangerschaft der Patientin bekannt war, nach anderweitig publizierten Standards die Dialysebehandlung intensiviert auf vier Stunden Dialyse an sechs Tagen in der Woche.

Die Techniker Krankenkasse, bei der die Patientin versichert ist, hat hierzu einen Beitrag geleistet und zusätzlich zur Wochenpauschale zwei Einzeldialysebehandlungen vergütet, die verbleibende dritte zusätzliche Behandlung haben wir gerne als unseren Beitrag zu diesem Glücksfall geleistet.

Die Patientin hatte zuvor drei mal viereinhalb Stunden pro Woche in unserer Limited-Care-Abendschicht dialysiert, durchgehend mit hervorragender Dialyseeffizienz mit Kt/V-Werten um 2. Sie war stets berufstätig und frei von relevanten Komorbiditäten. Stationäre Aufenthalte hatte sie im gesamten langen Dialyseverlauf nur im Zusammenhang mit schon lange zurückliegenden Transplantationen, die für sie sehr unglücklich verlaufen waren, so dass sie sich auch nicht mehr erneut zu einer Transplantation listen lassen wollte. Unsere Patientin könnte möglicherweise die am längsten dialysepflichtige Patientin mit erfolgreicher Schwangerschaft sein, zumindest gemessen an den drei hier zitierten Kohorten. Mit dem Kind jetzt zu Hause hat sie auf Heimhämodialyse gewechselt um größtmögliche Flexibilität zu haben. Mit dem Training für die Heimhämodialyse haben wir bereits während der Schwangerschaft begonnen und die Patientin hat sich ebenso wie ihr Ehemann recht unproblematisch eingearbeitet.

Wir freuen uns sehr mit und für unsere Patientin und wünschen ihr, ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter von Herzen das Allerbeste für die Zukunft!


Kathi252b02115. Oktober 2015

Kathi Hutzenthaler ist 25 Jahre bei uns.

Ohne sie könnten wir uns unsere Praxis gar nicht mehr vorstellen. Alles Organisatorische und Administrative hat sie perfekt im Griff und sorgt dafür, dass wir uns mit vielen Dingen nicht beschäftigen müssen, die aber für das Funktionieren des Betriebes ganz wesentlich sind. Auf noch etliche Jahre und vielen Dank!

ToniRente1. November 2015

Toni Eibl tritt als Krankenpfleger nach über 25-jähriger Tätigkeit bei uns und nach Erreichen der Regelarbeitszeit in den verdienten Ruhestand.

Sehr zu unserem Glück bleibt er uns aber im Technischen Dienst und als handwerkliches "Mädchen für alles" erfreulicherweise erhalten, was keinen Abschiedsschmerz aufkommen läßt bzw. ihn um hoffentlich etliche Jahre verschieben wird. Alles Gute und für das Bisherige vielen Dank, Toni!

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